Schlafmedizin

Seit 30 Jahren beschäftige ich mich mit der Schlafmedizin. Nach aktuellen Daten leiden 30-50 Prozent der Bevölkerung und sogar 80 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland unter Schlafstörungen. Damit sind sämtliche Zustände gemeint, die einen Menschen daran hindern, erholsam zu schlafen.

Als Schlafmediziner befasse ich mich mit Ursachen, Auswirkungen und Behandlungsmöglichkeiten von Schlafstörungen. Unterstützt durch mein interdisziplinäres Kooperationsnetzwerk biete ich betroffenen Patienten umfassende Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten auf aktuellem wissenschaftlichem Niveau.

Neben Ein- und Durchschlafstörungen anderer Genese, wie zum Beispiel psychische Belastungen und Stress, sind schlafbezogene Atmungsstörungen der entscheidende Motor dieser Disziplin. So machen Patienten mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom und Upper Airway Resistance Syndrom (UARS) 80 bis 90 Prozent der schlafmedizinischen Patienten aus, die im Schlaflabor untersucht werden. Besonders das UARS, bei dem es zu erheblichen Störungen der Schlafarchitektur ohne typische Atemaussetzer (Apnoen) kommt, bedarf einer besonderen und umfangreicheren Diagnostik. Diese bieten wir in unserem Schlaflabor an. Mein Kollege und Partner Dr. Riccardo Stoohs ist gemeinsam mit Prof. Christian Guilleminault (Stanford University, Karlifornien/USA) Erstbeschreiber des UARS und hat hierzu u.a. ein Kapitel im führenden Lehrbuch für Schlafmedizin* verfasst.

Ein weiterer besonderer Schwerpunkt in unserer Klinik ist die objektive Erfassung und Behandlung von Tagesmüdigkeit und Einschlafneigung am Tage. So führen wir zum Beispiel auch spezielle Diagnostikverfahren bei Verdacht auf Narkolepsie durch.

* Meir H. Kryger & Thomas Roth & William C. Dement: Principles and Practice of Sleep Medicine; Elsevier 2016, ISBN: 9780323242882)

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